Am 25.11. 2018 ist es wieder so weit – Es werden wieder rosa Rosen vor etliche Geburtskliniken gelegt. Ich erzähle dir, warum.

Es wird rosa Rosen regnen

Der 25.11. ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Ursprünglich als Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ins Leben gerufen, hat sich auch in Deutschland ab 2013 der Tag als Roses Revolution Day etabliert. An diesem Tag soll auf Missstände in der Geburtshilfe aufmerksam gemacht werden. Die globale Initiative zeigt physische und psychische Gewalt während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett auf. Als Zeichen legen Betroffene am 25.11. weltweit rosa Rosen und ggf. einen Brief vor die Geburtsklinik, die sie nachhaltig traumatisiert hat.

Roses Revolution in Deutschland

Dieses Jahr gibt es von der Roses Revolution Deutschland sogar Postkarten, die kostenlos verschickt werden, für Betroffene die diesen schweren Weg noch nicht gehen können oder Angehörige / Bekannte, die für die Betroffenen ein Zeichen setzen wollen. Ich habe einige Postkarten für Österreich bestellt und spende dafür einen kleinen Obulus via Mother Hood e.V., die die Roses Revolution voller Tatendrang unterstützen – Gemeinsam sind wir stark!

für eine gewaltfreie Geburtshilfe

Roses Revolution Day am 25.11.

Roses Revolution in Österreich

Ein paar sehr engagierte Frauen haben auch in Österreich begonnen, auf die Missstände aufmerksam zu machen. Allen voran gibt Sylvia Sedlak über die Seite Geburtsallianz Österreich wertvolle Tipps und Informationen an Schwangere und Betroffene. Sie hat außerdem den Verein Geburtsallianz Österreich gegründet, wo sich jeder beteiligen kann, um sich für die Rechte der Gebärenden und eine neue Geburtshilfe einzusetzen.

Vor Kurzem wurde auch die Facebook Seite Roses Revolution Österreich gegründet, um am 25.11. Erfahrungsberichte und Informationen über Respektlosigkeit und Gewalt in österreichischen Geburtskliniken zu verbreiten.

Erfahrungsberichte

Ich selbst habe in einer kleinen Mama-Gruppe im Facebook einen Aufruf über traumatische Erfahrungen vor, während und nach der Geburt gestartet – Wahnsinn wie viele Frauen sich darauf gemeldet haben. Unfassbar, was für Geschichten sie zu erzählen hatten! Und unglaublich, wie spürbar der Befreiungsschlag für einige war und der Wunsch, mehr auf das Thema aufmerksam zu machen! Da es mich nachhaltig prägt, was ich alles las und sehr bewegt, werde auch ich aktiv.

Plattform für starke Mamas

Für mein neues Projekt werde ich deshalb den Start auf den 25.11. vorverlegen und mit dem neuen Blog auch eine Plattform schaffen, wo sich Betroffene hinwenden können. Es sind noch ein paar weitere Aktionen geplant, aber darüber werde ich nach und nach informieren. Das war einfach zu viel diese Woche, ich muss das selbst erstmal alles verdauen was ich gelesen und recherchiert habe!

Das Schweigen brechen

Nur so viel dazu: Eine Geburt ist traumatisierend, wenn es sich so für Dich anfühlt! Du hast Gewalt und Respektlosigkeit erfahren, wenn Du so empfindest! Bitte trau Dich und schreibe einen Beschwerdebrief oder bitte deine Nächsten dies zu tun. Ja, es ist hart alles noch einmal zu durchleben, ich weiß. Aber nur so können wir etwas verändern. Es muss auf die Missstände aufmerksam gemacht werden, damit Bewegung in die Sache hinein kommt. Brich das Schweigen!

 

Du kannst auch weiterhin deine Erfahrungen an wickelwahnsinn@gmx.at oder über meine sozialen Medien an mich schreiben. Es ist egal wie lang oder auch die Rechtschreibung und Ausdrucksweise ist egal. Ich werde die Texte vertraulich behandeln und vor Veröffentlichung anonymisieren.

Danke für deine Unterstützung!

 

 

By |2018-11-17T10:21:33+00:00November 17th, 2018|Allgemein|0 Comments

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