Heute erzähle ich euch nun endlich von dem Beginn unseres Wickelns mit Stoff.

Dazu muss ich etwas ausholen. Bereits in der Schwangerschaft stolperte ich über das Thema Stoffwindeln. Nach den Horrorgeschichten meiner Mama – wie damals das Stoffwickeln ablief – war das Thema für mich eigentlich schnell vom Tisch.

Als mein Sohn dann da war, lernte ich zunächst meine Instinkte kennen. Somit stillten, schliefen, kuschelten und trugen wir nach Bedarf. Rückblickend würde ich sagen, eben typisch bedürfnisorientiert und „artgerecht“. Da wir mitten im Hochsommer steckten und mein Sohn wahnsinnig gern clusterte, ergaben sich wahre Stillmarathons, somit viel Zeit zum Lesen.

Er war zwei Monate alt, da überkam mich eine Plastikphobie sondergleichen. Nun, ich wollte immer schon Plastik reduzieren und mit Ankunft meines Babys umso mehr. Es ist schockierend, wie viel Plastik uns umgibt, auch Babyartikel sind vermehrt aus diesem Stoff ist er doch robust, günstig, leicht zu reinigen, leicht ersetzbar. Doch ich bevorzuge natürliche Materialien. Während ich mich so durch verschiedenste Blogs wühlte, stieß ich vermehrt auf Beiträge zu Stoffwindeln. Mein erster Gedanke war nur „Ach lass mal, das ist nur was für alternative Ökos. Also sicher nichts für mich!“

Je mehr ich aber über die modernen Stoffwindeln, deren Vielfalt in Hinblick auf Anwendung und Farbenpracht erfuhr, die ganzen positiven Argumente wie Babys Gesundheit (dies war für mich der ausschlaggebende Punkt, auf Stoffwindeln zu wechseln), Geldersparnis und ökoloigsche Vorteile erfuhr, wuchs meine Neugier. Weitere 6 Wochen las ich jede freie Minute zu dem Thema Stoffwindeln und fühlte mich bereits recht sattelfest und bereit für den ersten Einkauf.

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Meine ersten Gebrauchten

Ich freute mich wie ein Keks auf die Stoffis und diese endlich benutzen zu dürfen. Als sie eintrafen, wurde die Freude von etwas Unsicherheit getrübt: Die schauten ganz anders aus als erwartet. Statt der Prefoldüberhosen hatte ich Pocketwindeln gekauft. An dieser Stelle überlegte ich, doch eine Stoffwindelberatung in Anspruch zu nehmen, leider fand ich die nächste Stoffwindelberaterin in über 200 km Entfernung, das war mir dann doch zu weit.

Irgendwann erschloss sich mir der Fehler und ich kaufte die Windeln, die ich tatsächlich ausprobieren wollte und noch heute bin ich sehr zufrieden mit diesem System. Mittlerweile habe ich aber Lust auf mehr bekommen, ich möchte ausprobieren und mehr über (vor Allem europäische) Hersteller und Windeln erfahren. Es ist möglich, ausschließlich mit Naturmaterialien zu wickeln und das ist mein Ziel. Außerdem möchte ich euch Fehlkäufe und lange Recherchezeit ersparen und biete aus diesem Grund Stoffwindelberatungen in Oberösterreich an.

Ich hoffe, ihr begleitet mich auf meinem Weg und vielleicht kann ich den ein oder anderen mit meinem „Stoffi-Fieber“ infizieren!

Liebe Grüße,

Eure Charlie

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3 Comments

  1. […] Laut der Aussage von Christy Malone – der Gründerin von Smart Bottoms – gibt es viele Gründe, warum man weg von der Mehrheit hin zu einer ökologischeren, günstigeren und gesünderen Art zu wickeln kommt. Hinter jedem stoffgewickelten Po gibt es eine Geschichte (hier liest du mehr über unsere Geschichte). […]

  2. […] auf Stoffwindeln umgestiegen bin – wie Alles begann – darüber erzähle ich in meinem nächsten Beitrag. Nun zu den Vorteilen, die Stoffwindeln mit sich […]

  3. […] auf Stoffwindeln umgestiegen bin – wie Alles begann – darüber erzähle ich in meinem nächsten Beitrag. Nun zu den Vorteilen, die Stoffwindeln mit sich […]

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